Geschichte

Die Polikliniken Gera-Bieblach

Die SDAG (Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft) Wismut war ein Bergbauunternehmen. Es förderte an Standorten in Sachsen und Thüringen Uran und bereitete dieses Metall auf.

Das Unternehmen entwickelte sich zwischen 1946 und 1990 zum drittgrößten Uranproduzenten weltweit – von hier bezog die sowjetische Atomindustrie einen großen Teil ihres Urans. 1990 beendete die Sowjetunion schlagartig den Uranimport aus der DDR – das Nachfolgeunternehmen Wismut GmbH rekultiviert seitdem die ehemalige Bergbaulandschaft.

Mit dem Uranabbau in Wismut entwickelte sich ab 1954 ein eigenes Gesundheitswesen Wismut. Dazu gehörten insgesamt 45 medizinische Einrichtungen, u.a. viele Betriebsambulatorien, Krankenhäuser oder Sanatorien – und sieben Polikliniken, in denen anfangs nur Bergarbeiter behandelt wurden.
Damals war die SDAG Wismut einer der größten Arbeitgeber in Ostthüringen und trug maßgeblich zum Wachstum von Gera bei – zum Beispiel wurde das Neubaugebiet Bieblach ausdrücklich als Bergarbeitersiedlung angelegt. Zu dieser Zeit wurde auch die Bergarbeiter-Poliklinik in Gera-Bieblach gegründet, die heutigen RE Ostthüringer Polikliniken.

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